Stimmt es, dass Nasenspray abhängig macht?

Aktuelles 02.04.2026

Ja und nein
iStockphoto/Yta23
Es kommt auf den Wirkstoff an. Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen, die auf „-zolin“ enden, nutzen viele Menschen bei einer Erkältung. Bei diesen Sprays sind zwei Kennzeichen einer möglichen Abhängigkeit erfüllt: Der Körper kann sich an den Wirkstoff gewöhnen und es sind Probleme beim Absetzen möglich. Die Sprays lassen die Nasenschleimhaut rasch abschwellen und erleichtern das Atmen. Bei längerer Nutzung gewöhnt sich die Schleimhaut daran. Die Nase schwillt dann schnell wieder zu, selbst dann, wenn die Erkältung vorbei ist. Man greift weiter zum Nasenspray – ein Teufelskreis. Deshalb gilt für Erwachsene: Höchstens fünf bis sieben Tage am Stück anwenden, maximal zwei- bis dreimal täglich. Nasensprays mit anderen Stoffen, etwa cortisonhaltige Präparate bei Allergien, kann man auch länger nutzen. Das gilt auch für pflegende oder befeuchtende Sprays, etwa mit Meersalz. Sie lösen in der Regel keinen Gewöhnungseffekt aus.